Wie die Digitalisierung die Personalführung in Unternehmen verändert
Mehr Daten = mehr Kontrolle und weniger Freiheit? 🤔 Das muss nicht sein. Zwei Schweizer Studien zeigen: Dieselben Daten können Mitarbeitenden auch mehr Entscheidungsspielraum geben. Den Unterschied macht die Führung. Michael Beckmann (Universität Basel) und Johannes Lehmann (Liechtenstein-Institut) haben Daten von rund 500 Schweizer Unternehmen ausgewertet. Ihr Befund zeigt in zwei Richtungen. Einerseits: Wo digitale Systeme im Einsatz sind, werden häufiger Leistungsziele, Leistungsbeurteilungen und leistungsabhängige Löhne genutzt. Dafür braucht es keine KI – gewöhnliche ERP- oder CRM-Systeme reichen. Was messbar wird, wird gemessen. Gleichzeitig gilt anderseits: Wer HR-Analytics nutzt, gibt Mitarbeitenden auf tieferen Hierarchiestufen mehr Entscheidungskompetenz. Gut informierte Teams können entscheiden, was früher Vorgesetzten vorbehalten war. Die Technologie legt also nicht fest, wohin es geht. Sondern das entscheiden Führungskräfte – mit zwei Fragen: Mit wem teile ich die Daten? Und wie stark nutze ich digitale Instrumente zur Überwachung? Im Sozial- und Gesundheitswesen sind die Daten längst da: Dienstplanung, Pflegedokumentation, Fallführung. Ob sie bei der Leitung bleiben oder dem Team helfen, selbst zu planen, prägt die Arbeitskultur stärker als jede Softwarewahl. Denn Fachpersonen spüren schnell, ob man ihnen mit Daten vertraut oder sie damit kontrollieren will. ➡️ Welche Daten Ihrer Institution könnten Ihre Teams heute schon selbst nutzen?
