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Umfrage enthüllt Recruiting-Paradox: Die jüngsten Personaler stellen die höchsten Praxisanforderungen

Dasselbe Bewerbungsdossier erzeugt drei ganz unterschiedliche Urteile – je nachdem, wer es liest. Eine Befragung von 500 Personalentscheidenden zeigt ein Muster, das selten ausgesprochen wird: Was in einer Bewerbung mehr oder weniger gewichtet wird, hängt davon ab, wer sie liest. Die 18- bis 29-jährigen Recruiter achten fast ausschliesslich auf praktische Erfahrung (95 Prozent). Bei den 30- bis 39-Jährigen steht die Fachqualifikation an erster Stelle (71 Prozent). Und die über 65-Jährigen gewichten soziale Kompetenzen am höchsten (84 Prozent). Ebenso aufschlussreich ist, was an Bedeutung verliert: Über 60 Prozent sehen keinen Unterschied zwischen privaten und staatlichen Abschlüssen. Formale Signale zählen weniger. Das passt zum Umfeld im Sozial- und Gesundheitswesen. Berufsbilder, Methoden und digitale Werkzeuge verändern sich schneller als jedes Curriculum. Ein Diplom sagt immer weniger darüber, was jemand in zwei Jahren kann. Für kleinere Institutionen heisst das zweierlei. Erstens: Legen Sie Kriterien und Gewichtung fest, bevor das erste Dossier geöffnet wird. Sonst entscheidet mit, wer gerade sichtet. Und zweitens: Machen Sie Erfahrung und Sozialkompetenz beobachtbar: Eine Fallbesprechung oder ein Schnuppertag zeigt in zwei Stunden mehr als jedes Zeugnis.

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