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Generationen im Arbeitsleben: Warum Jahrgänge doch zählen

Ob jemand früh in Pension geht, entscheidet selten die Gesundheit. Sondern die Frage, ob er noch will. – Und das können Sie beeinflussen. Die lidA-Studie der Universität Wuppertal begleitet seit 2011 Erwerbstätige auf dem Weg in den Ruhestand. Ihr zentrales Ergebnis: Ein frühes Ausscheiden hängt weniger von der Gesundheit ab als vom Willen, weiterzuarbeiten. Und der hängt stark von privaten Gründen ab. Dazu kommt ein bekanntes Muster. Ist das Berufsende absehbar, ziehen sich viele sozial zurück. Dabei zeigt eine Metastudie mit über 60'000 Beschäftigten: Freundschaften am Arbeitsplatz gehen mit mehr Zufriedenheit, besserer Leistung und weniger Kündigungsabsichten einher. Was heisst das für die Praxis? Führen Sie Bleibegespräche früh. Hinweise aus Skandinavien sprechen für mindestens fünf Jahre vor dem frühestmöglichen Pensionsbeginn. Teilzeit, Projektarbeit, ein Engagement über das Referenzalter hinaus: Vieles ist verhandelbar, wenn man rechtzeitig fragt. Und schaffen Sie Begegnung. Altersgemischte Tandems, eine belebte Kaffeeküche, Kontakt zu Ehemaligen. Freundschaften lassen sich nicht verordnen. Gelegenheiten schon. Mit wem in Ihrem Team sollten Sie dieses Gespräch schon heute führen?

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